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Workshop Musik- und Kunstschule Lübeck, e.V.


Modell, Übersicht

Im Zuge der städtebaulichen Betrachtung der Aufgabe, das Raumangebot der Musik- und Kunstschule Lübeck und ihrer Kita zu erweitern, erscheint die Herausarbeitung der solitären Stellung des bestehenden Haupthauses von 1926 vordringlich.
Neben dessen bestimmender Position und Ausrichtung auf den Grundstück und seiner gestalterischen Prägung bis in die Außenanlagen, definieren die in ihrem Erscheinungsbild extrem gegensätzlichen Bestandsateliers die Atmosphäre des Ensembles.
Trotz ihrer geringwertigen Erscheinung und einer eher schuppenartigen Anmutung, stehen diese Bauten in einem spannenden Verhältnis zur dahinter liegenden Stadtmauer und werden ihrer Rolle als untergeordnete Bauten gerecht, sowohl im Verhältnis zum Hauptgebäude, als auch Hinblick auf die Freihaltung der Blickbeziehung auf die Altstadtsilhouette.

Der Entwurf greift die Idee einer Bebauung im unmittelbaren Schatten der Stadtmauer auf. Der Charakter eines dienenden und nachrangigen Gebäudes in Relation zum Haupthaus ist hierbei ausdrücklich beabsichtigt. Die bestehenden Ateliers und der alte Tanzraum werden hierzu stark überformt, oder nach entsprechender weiterer Untersuchung abgebrochen. Der Neubau ist als Komposition aus einem lang gestreckten, schlanken und der Linie der Stadtmauer folgenden eingeschossigen Körper geplant, auf Höhe des Haupthauses ergänzt um ein zweites Geschoss, aufgesetzt auf die Dachlandschaft des Eingeschossers.