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Wohnbebauung in der Lübecker Innenstadt, Fischergrube/Ellerbrook


Konzept.
Die kriegsbedingten Brachgrundstücke im Block 88 der Lübecker Altstadtinsel erhalten eine, dem jeweiligen Baufeld angemessene Bebauung in Form von Mehrfamilienwohnhäusern, Stadthäusern und klassischen Geschosswohnungsbauten. Die Gestalt der Bauten ergibt sich in erster Linie aus deren Funktion im städtischen Raum. Auf zweiter Ebene prägen die unterschiedlichen Nutzungen das Erscheinungsbild der Häuser.

Stadthaus Fischergrube.
Ergänzend ist im östlichen Anschlussbereich der Neubebauung an den Bestand eine Durchfahrt in den Blockinnenhof zu überplanen. Hier entsteht ein individuelles Stadthaus. Das Haus setzt sich deutlich sowohl von der Gestalt des Altbaus als auch von der des anschließenden Neubaus ab, bewusst stellt es sich zwischen die sehr einfach gegliederte Fassade des Wiederaufbaunachbarn und die straffe, vertikale Struktur des anderen Neubaus und vermittelt nur durch einfache Höhenbezüge in den eigenen Fenstern zwischen "alt" und "neu".
Vier Öffnungen verleihen dem kompakten Baukörper - mit einer über alle Geschosse durchgehenden Nutzung als Stadthaus - ein individuelles Erscheinungsbild. Während die vertikale Gliederung der einer traditionellen Lübecker Fassade entspricht, lösen sich die Öffnungen von historischen Vorbildern ab und interpretieren z.B. die Betonung des Eingangs oder den Abschluss eines Hauses durch einen Giebel neu.

Maisonetten und barrierefreie Appartements Ellerbrook.
Im Ellerbrook befindet sich im Bestand der Rest einer zusammenhängenden, straßenbegleitenden Bebauung aus Altstadthäusern mit zwei Vollgeschossen plus Dach, deren Höhe in südliche Richtung ansteigt. Hier sind zwei Baufelder zu beplanen, diese flankieren die Altbauten beidseitig. Im Anschluss an die Eckbebauung der Fischergrube entsteht ein dreigeschossiges Ensemble plus Dach mit drei putzsichtigen, unterschwellig gerasterten, Fassadengestaltungen und einer zeitgemäßen Interpretation von Zwerchgiebeln. Zwei der Gebäude werden im überhöhten EG und 1. OG in Anlehnung an das Lübecker Dielenhaus als Maisonetten ausgebildet, darüber befinden sich im 2. OG und im DG zwei barrierefreie Wohnungen. Im dritten Gebäudeteil befinden sich zwei geschossweise organisierte, jeweils barrierefreie Appartements mit Durchbindung in das ebenfalls neu zu errichtende Hinterhaus, und eine dritte Wohnung als Maisonette im 2. OG und DG.